Wahlkampf in den USA

Wie in vilen anderen Ländern gleicht auch in den USA der Wahlkampf leider allzu oft einer Schlammschlacht. In den USA spielen dabei die so genannten Lobbyisten eine wichtige Rolle. Sie versuchen nicht selten mit allen Mitteln, ihren Kandidaten nach vorn zu bringen - notfalls auch durch Schmutzkampagnen gegen den Gegenkandidaten. Dabei scheuen sie weder Kosten noch Mühen, und sind so eine wichtige Stütze für den jeweiligen Kandidaten.

Vor allem in den Medien wird versucht, die Aufmerksamkeit der Wähler zu wecken und so werden unter anderem Duelle im Fernsehen veranstaltet. Auch das Internet spielt dabei eine wichtige Rolle. Bei der Wahl 2002 waren sowohl Fernsehen als auch das Internet mit eingebunden. Im Internet werben die Kandidaten für sich, in Zusammenarbeit mit ihren Unterstützerteams natürlich, und nutzen die Meinungsfreiheit stark aus. Selbst Computerspiele kommen zum Einsatz, in dem man einen Kandidaten aus dem Weißen Haus jagen kann. Stars der Musik- und Filmbranche setzen sich ebenfalls stimmgewaltig und lautstark für ihre Kandidaten ein. Dabei wird nichts veranlasst, was der Medienberater des Kandidaten nicht abgesegnet hätte. Er ist fester Bestandteil eines jeden Wahlkampfteams und hilft, dem Kandidaten möglichst viel positive Präsenz in den Medien zu verschaffen.

Doch es geht nicht nur um den Kampf um die Stimmen, sondern auch um Spenden. Denn ein Wahlkampf ist teuer und die Parteien brauchen jede Menge Geld. Das Drehen der Wahlkampfspots kostet Geld, zudem muss der Werbeplatz in den Medien eingekauft werden. So sind die Kandidaten immer auch auf der Jagd nach Spendern. Sie dürfen einzelne Spenden bis zu einer Höhe von 1000 Dollar annehmen. Jeder Spender wird auf einer öffentlichen Liste vermerkt. Allerdings gibt es noch andere Wege, um große Summen einzunehmen. So können die so genannten Fundraising Dinners veranstaltet werden, bei denen die Sitzplätze für ein Abendessen mit dem möglichen künftigen Präsidenten verkauft werden. Solche Essen finden in Hallen statt, die bis zu 10.000 Leute fassen können. Industrielle und Lobbyisten erhoffen sich meist durch die Teilnahme und ihre Spende spätere Gefälligkeiten.