US Medienpolitik

Die Medien in den USA haben eine gewaltige Kraft. Nicht umsonst werden sie teilweise als "Vierte Gewalt" bezeichnet. Sie sind maßgeblich an der Meinungsbildung der Menschen beteiligt. Man denke nur einmal an die Wahlen, die alle vier Jahre stattfinden. Inzwischen gibt es fast keinen Menschen mehr, der die Grundsätze der Präsidentschaftskandidaten nicht kennen würde. Dabei beschränken sich die Medien nicht auf eine Veröffentlichung der Äußerungen im eigenen Land.

Dank des Internets verbreiten sich Pläne und Richtlinien, Kampagnen und Duelle über die ganze Welt. Die Presse nimmt in den USA fast den gleichen Status ein, wie die Zweige der Regierung. Dabei sind die Medien dennoch als Hüter der Demokratie zu bezeichnen. Die Rolle wird ihnen durch den ersten Zusatzartikel in der Verfassung der Vereinigten Staaten zugebilligt. Der Kongress darf daher auch keine Gesetze erlassen, die die Pressefreiheit einschränken könnten.

Die Medien spielen eine besondere Rolle und dabei ist es unwichtig, ob es sich um die üblichen Medien der Unterhaltung handelt oder um das Internet. Laut Studien besitzen 98 Prozent der Haushalte in den USA mindestens einen Fernseher. Die wirtschaftlichen Faktoren sind treibend bei der Aufbereitung der Informationen, die "wohl dosiert an die Menschen abgegeben" werden müssen. Die meisten Medien verfolgen kommerzielle Interessen und auch die Medienpolitik schafft es nicht, das zu ändern.

Die Medien- und Kommunikationsbranche zählt zu den größten Wirtschaftszweigen in Amerika und erwirtschaftet pro Jahr rund 242 Milliarden Dollar. Klar, dass sich die Politik hier zurückhalten muss. Hinzu kommt, dass die Medien nicht nur meinungs-, sondern auch wertebildend sein sollen und dementsprechende Freiheiten zugebilligt bekommen müssen. Außerdem sind die Medien wichtige Arbeitgeber. Die Politiker sind zwar ständig bestrebt, dass die Medien nur die Wahrheit veröffentlichen dürfen, gerade in den Wahlkämpfen nutzen aber auch die Wahlkampfteams der jeweiligen Kandidaten die Medien für ihre Zwecke. Dann wird auch ihrerseits nicht immer ganz die Wahrheit gesagt.