Die Parteienlandschaft in den USA

In den USA gibt es zwar mehrere Parteien, dominierend sind aber nur zwei: die Demokraten und die Republikaner. Die Demokratische Partei entwickelte sich aus der Partei, die von Thomas Jefferson vor 1800 gegründet wurde. Die Republikaner gehen auf Abraham Lincoln zurück. Die Partei wurde erst gegen 1850 gegründet und setzte sich in ihrer Gründerzeitgegen die Sklaverei ein.

Die Demokraten gelten als liberale Partei, die Republikaner eher als konservativ. Dabei sind die Demokraten der Annahme, dass es Pflicht einer US Regierung sei, soziale Programme für alle Bedürftigen bereit zu stellen. Die Republikaner sind nicht von Grund auf gegen solche Programme, allerdings lehnen sie sie oft aus Kostengründen ab. Der Steuerzahler dürfe mit so etwas nicht belastet werden Sie fördern daher eher private Einrichtungen und verfolgen damit das Ziel, durch eine starke private Wirtschaft den Bürger vom Staat unabhängig zu machen.

In den USA herrscht ein pluralistisches Mehrparteiensystem. Die meisten Ämter sind daher auch durch Mitglieder der Demokratischen oder der Republikanischen Partei besetzt. Das kommt durch das Mehrheitswahlrecht zu Stande und auch dadurch, dass der Stimmzettel auf wenige Parteien begrenzt sein muss. Die meisten Drittparteien in der Geschichte der USA waren bedeutungslos und nicht von langer Beständigkeit. Sie waren eher regional erfolgreich und konnten einige Vorschläge in das Parteiprogramm der Demokraten und der Republikaner einbringen.

So herrscht eine offene und lockere Struktur, in der sich viele Gruppen beteiligen können. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Interessenvielfalt gegeben ist. Allerdings gibt es natürlich auch Nachteile in diesem System. Die offiziellen Parteigremien leiden nicht selten an einer völligen Ideenarmut und gehen mit der öffentlichen Meinung der Einfachheit halber konform. Die Willensbildung der Parteien ist auf den verschiedenen Ebenen möglich, aber nicht durch die Partei selbst. Viele Parteien sind unfähig zu handeln und damit etwas zu bewirken, weil sie nicht mit der Meinung der großen Parteien konform gehen.